La Notte - Die Nacht - von Michelangelo Antonioni - Filmkritik von Ricardo Salva
La Notte
von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1961
An einem Tag, an dem nicht viel mehr geschieht als ein Kran­ken­besuch, ein Stadtrundgang, der Besuch eines Nachtclubs und einer Gartenparty, an jenem Tag also, an dem sich keine Handlung ent­wickeln will, erzählt Michelangelo Antonioni wie die Ehe des Schriftstellers Giovanni Pontano (Marcello Mastroianni) und sei­ner Frau Lidia (Jeanne Moreau) zum Stillstand und damit ein 15 Jahre währender Prozeß der Entfremdung zum Abschluß kommt. Indem er diesen Prozeß auf die an sich unbedeutenden Ereignisse eines einzigen Tages zu komprimieren versteht, verhilft er einem Film, der ohne nennenswerte Handlung auskommt, zu einer gran­diosen Dramaturgie. ... Ein Besuch bei dem todkranken Freund Tom­maso (Bernhard Wicki) geht Lidia so nahe, daß ... Weiter